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Aus dem Projekt
"Partnerschaften für Dortmund" entstand die Idee einen Verein gegen
Graffiti-Schmierereien aus der Taufe zu heben. Auf Initiative von Stadträtin
Mechthild Greive wurde diese Idee am 01. Juni 1999 mit der Vereingründung
verwirklicht.
Der Verein will illegale Graffiti-Schmierereien eindämmen.
Das bedeutet, er will Geschädigte einbinden, Jugendliche über Folgen illegalen
Sprühens aufklären und Täter nicht kriminalisieren.
Um dies zu erreichen, baut der Verein die Öffentlichkeitsarbeit
im Umgang mit dem Thema Graffiti aus. Bürgerinnen und Bürger werden
sensibilisiert, sich aktiv mit dem Thema Graffiti auseinander zusetzen. Geschädigte
sollen Farbschmierereien bei der Polizei zur Anzeige bringen. Mögliche Tätergruppen
werden über Informationsveranstaltungen und pädagogische Projekte in
Jugendeinrichtungen und Schulen angesprochen.
Um einer Kriminalisierung von jugendlichen Tätern
entgegenzuwirken, setzt sich der Verein für das Programm der
Schadenswiedergutmachung ein. Er wird unterstützend tätig, indem er bei Bedürftigkeit
des Täters beispielsweise finanzielle Mittel für Farbe zur Verfügung stellt.
Weiter wirbt er bei seinen Mitgliedern, sich an der Schadenswiedergutmachung zu
beteiligen: Betroffene Mitglieder lassen den Schaden im Rahmen der
Wiedergutmachung von den Tätern beseitigen. Ist eine Eigenleistung der
Jugendlichen nicht möglich, bieten die Mitglieder Ersatzhandlungen an.
Ein besonderes Ärgernis ist es, wenn Wahrzeichen
und Denkmäler unserer Stadt immer wieder beschmiert werden. Für solche Objekte
vermittelt der Verein Patenschaften. Die Paten erklären sich für die
Entfernung von Graffiti-Schmierereien an dem jeweiligen Objekt verantwortlich,
und tragen auch die Kosten der Beseitigung.
Ein Dortmunder Unternehmen übernimmt seit Juli
2000 eine 5-jährige Patenschaft für die unter Denkmalschutz stehende
Kaiserglocke vor der Reinoldikirche. Farbschmierereien wird das Unternehmen
innerhalb von 24 Stunden beseitigen. Die nächste Patenschaft ist für einen
Kindergarten geplant. Pädagogisch betrachtet ist es wichtig, dass Kinder nicht
in einem ungepflegten Umfeld aufwachsen und dies als normal ansehen.